Die Waage wird von Venus regiert, aber im Element Luft. Hier geht es nicht um die sinnliche Genusssucht (wie beim Stier), sondern um die Ästhetik des Geistes. Die Waage ist das Prinzip der Begegnung: Ohne sie gäbe es kein „Wir“, sondern nur eine Ansammlung isolierter Egos.

Für die Waage ist eine Beziehung kein „Zusatz“, sondern der Spiegel ihrer Existenz.

Identität durch das Gegenüber: Eine Waage erkennt sich selbst erst im Kontakt mit anderen. Das macht sie zur brillantesten Diplomatin, birgt aber die Gefahr der Selbstaufgabe.

Die Ästhetik der Liebe: Sie sucht eine „heilige Geometrie“ in der Partnerschaft. Grobheit, Vulgarität oder einseitiges Machtgefüge wirken auf sie energetisch abstoßend. Liebe ist für sie eine intellektuelle und ästhetische Kunstform, die ständige Pflege und Feinabstimmung verlangt.

Nieren und Gleichgewicht: Physiologisch regiert die Waage die Nieren (Haushalt von Säuren und Basen) und den Lendenbereich. Ungleichgewichte im Leben zeigen sich bei ihr oft durch Nierenprobleme oder eine Empfindlichkeit gegenüber Giftstoffen im weitesten Sinne.

Die heilende Kraft der Schönheit: Für eine Waage ist eine schöne Umgebung keine Dekoration, sondern ein Lebensmittel. In einer hässlichen oder lauten Umgebung „verhungert“ ihre Seele. Sie braucht Symmetrie und Ruhe, um ihr inneres Pendel wieder in die Mitte zu bringen.